Fernsehen Sie sich durch den Tag (2)

20. Mai 2013, Pfingstmontag

Ich empfehle einen zeitgleichen Einstieg zu Christi Himmelfahrt:

9.50 h – 11.45 h: Scott und Huutsch (RTL)

Familienkompatibel, herzig (Hund), lustig (sabbernder Hund) und dazu den Unterhaltungskönig Tom Hanks, da ist man so früh am Feiertag auf der sicheren Seite. Und wer länger schlafen will, muss sich auch nicht zu sehr grämen, Scott & Huutsch darf man zur Not auch mal verpassen… Nimmersatte Tom-Hanks-Fans können übrigens ab 11.25 h zu Vox wechseln, um den dann noch jugendlicheren Helden mal wieder in „Geschenkt ist noch zu teuer“ zu sehen. Ich muss das allerdings nicht haben und rate in Ermangelung vernünftiger Alternativen, über die Mittagszeit in die Märchenschleife zu gehen:

11.25 h – 12.25 h: Allerleirauh (WDR)
12.30 h – 13.30 h: Aschenputtel (NDR)

„Allerleirauh“ ist mein unangefochtenes Lieblingsmärchen, zumindest wenn ich an meine Europa-Märchenschallplatte denke, die ich damals besaß. Und in Aschenputtel gibt es…. Aylin Tezel !!! Liebe männliche Blog-Leser, ich gehe davon aus, Ihnen nicht erklären zu müssen, um wen es sich handelt. Ein Hingucker. Wer nach den Vorschulkindern nun die etwas Älteren im Hause bedienen will, der kann anschließend elegant zu SAT1 wechseln, dort gibt es die recht unterhaltsame Neuauflage der „Vorstadtkrokodile“. Mein Alternativplan: Ein halbes Stündchen Mittagspause und dann…

14.00 h – 16.10 h: Knight and day (Pro7)

Damit hätten wir auch an diesem Feiertag unseren obligatorischen Tom-Cruise-Film im Paket. Und Cameron Diaz sehe ich sowieso in jedem Film gern, indem sie sich mal nicht das Sperma aus den Haaren wischen muss. Wer allerdings am zweiten Pfingstnachmittag die Romantik-Karte spielen will, ist bei der ARD besser bedient: „Die Brücken am Fluss“ (14.15 h – 16.20 h). Eine komplettes Päckchen Tempos sollte aber schon im Haus sein, sonst bringt das nix. Profis haben sich aber wohl eh mit der Familienpackung bevorratet, weil sie direkt danach zu „Dornenvögel“ Teil 3 und 4 auf ZDFneo wechseln. Ich würde allerdings eher zu Eins Festival rüberschalten:

16.25 h – 17.50 h: Station Agent (Eins Festival)

Der Grund, diesen Film zu schauen, hat einen Namen: Peter Dinklage. Der (kleine) Mann überzeugt mich in der Blockbuster-Serie „Game of Thrones“ derart, dass ich ihn sehr gern mal auch in einer anderen Rolle sehen möchte.

18.15 h – 20.15 h: Vier Hochzeiten und ein Todesfall (Sixx)

Der Film, der Hugh Grant zum Topstar machte. Allerdings ist mir in seinem Spiel des sich ständig verhaspelnden, shit-fluchenden und beziehungsgestörten Musterbriten etwas zu viel overacting. Trotzdem ein Klassefilm. Vorsicht, wenn es zu Matthew’s Grabrede für Gareth kommt: ein Tränenschocker.
Um 20.15 h rate ich nun nicht den Tatort an. Erstens weil die österreichische Ausgabe nicht zu meinen Favoriten gehört, zweitens weil am Abend vorher schon die Münsteraner für Rekordquoten gesorgt haben werden. Gut aufgehoben ist man sicher beim Director’s Cut von „Das Boot“ (3Sat) oder meinetwegen auch beim klamaukigen „Kuck mal, wer da spricht“ (der kleine Mikey = Thomas Gottschalk). Einen unerlässlichen Klassiker sieht man aber auf Arte:

20.15 h – 22.00 h: Sugarland Express (Arte)

Ein früher Steven-Spielberg-Roadmovie mit dezenter Kritik an Medien und übertriebener staatlicher Autorität sowie einer Goldie Hawn in Bestform.

22.00 h – 0.00 h: Der Flug des Phoenix (Vox)

Dieses Remake des Klassikers mit James Stewart soll ganz gut sein. Bleiben Sie aber nur bis zum Schluss dran, wenn der Film Sie wirklich restlos überzeugt! Ansonsten um halb 12 dringend umschalten zu:

23.30 h – 1.00 h: Die fünfte Frau (ARD)

Diese Wallander-Verfilmung mit Kenneth Branagh ist exzellent. Dicht, trist, spannend – so wie ein Wallander nun mal sein muss. Aber was schreibe ich – Kenneth Branagh allein ist Grund genug, sich einen Film anzusehen. Der Mann ist mit das beste, was britische Schauspielkunst seit 25 Jahren zu bieten hat.

Wenn Sie dieses Programm durchhalten, dann blieb Ihnen erspart:

  • der ZDF-Fernsehgarten
  • drei Stunden blutleeres Bombastkino aus Hollywood („Avatar“)
  • über acht Stunden Dauerverdummung mit Bud Spencer und Terence Hill auf Kabel 1
  • die 20-Jahr-Feier Andrea Berg auf – natürlich – dem MDR

Das dürfte es auch an diesem Tag Wert gewesen sein! ;o)

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Über derclownfisch

https://clownfisch.wordpress.com/
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