Vorher – zwischendurch – nachher: Rod Stewart

1977 veröffentlichte Rod Stewart die Ballade „I don’t want to talk about it“, sicherlich auch mit dem Hintergedanken, den Erfolg des letzten Kuschelkandidaten, „Sailing“ von 1975, zu wiederholen. Das gelang nicht ganz, in England war der Song allerdings ein Nummer-Eins-Hit. Ich kannte und mochte ihn auch, ein bisschen lief er an dem damals 8-Jährigen aber auch vorbei. Ich war zu der Zeit mehr bei Abba, Smokie, Boney M. und den Rollers.

11 Jahre später kehrte der Song zu mir zurück. Als Coversion des britischen Pop-Duos Everything but the girl, die allerdings für einen Remix ihres „Missing“ in den 90ern in Deutschland noch viel bekannter wurden. Everything but the girl machten gar nicht so viel Neues mit dem Stück, es lag vielleicht an der Frauenstimme und an der, wie ich finde, sehr gelungenen Gitarrenbegleitung, dass „I don’t want to talk about it“ diesmal einer meiner ’88er Sommerhits wurde.

Und nun? Werde ich in dieser Woche dank eines Tweets auf eine Live-Version des Songs von 2004 aufmerksam gemacht. Rod singt in der Royal Albert Hall und trägt das Stück mit der völlig unbekannten Schottin Amy Belle vor. Ich muss sagen: Diese 4 1/2 Minuten ziehen mir den Boden unter den Füßen weg. Bei jedem Hören, zurzeit. Und es ist nicht Rods gelbes Sakko. Es ist die Atmosphäre. Wie die beiden da, jung und alt, singen als gäb’s kein Morgen, wie die komplette Royal Albert Hall ab Minute 3:33 singt: Da bin ich emotional kaum noch zu retten. Die 31,5 Mio. Klicks auf youtube sind völlig berechtigt.

Warum ist aus Amy Belle nach diesem Auftritt kein Star geworden? Die Stimme, Aussehen, Charisma… alles passt doch? TomTom2808 berichtet in seinem Blog sehr kompetent, wie es mit Amy Belle nach 2004 weiterging.

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Über derclownfisch

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9 Antworten zu Vorher – zwischendurch – nachher: Rod Stewart

  1. Ja, das geht unter die Haut. Für mich aber ist dieser Song untrennvar verbunden mit dem Film “ Philadelphia“ ( 1993), dort gesungen von den Indigo Girls. Leider habe ich keinen Clip gefunden.

  2. giftigeblonde schreibt:

    Wunderbar ist das!

  3. BOWMORE Darkest schreibt:

    In der Musikbranche sind die Erfolgswege nicht planbar. Die Experten der Plattenfirmen wissen es eigentlich selbst nicht, warum es von den 100 frischen Künstlern nur einer schafft.

  4. tomtom2808 schreibt:

    Ihr Lieben, nur eine kurze Info: Ich habe meinen Blog umbenannt und bin jetzt nicht mehr unter o.a. Link erreichbar, sondern hier http://tommiddorf65.wordpress.com/. Da erfahrt Ihr dann weiterhin, wie es mit Amy weitergegangen ist. Im Moment lebt sie noch recht frisch verheiratet in London und war gerade kurz wieder für ein paar Auftritte in NRW und Holland. Ihre aktuelle CD „Nugent&Belle: Seeing Stars“ (Zusammenarbeit mit Audrey Nugent – alte Freundinnen aus „Alice-Band“-Zeiten) findet Ihr u.a. bei Amazon und könnt sie dort downloaden. Lieber Gruß, Tom

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